Von Wahrzeichen und Gedenkstätten

Foto: Bob Ionescu

Das Krönchen ist das Wahrzeichen der Stadt Siegen und müsste eigentlich „Krone“ heißen, denn es wiegt mehrere Tonnen und hat einen Durchmesser von etwa 2,35 Metern. Es wurde der Stadt 1658 von Johann Moritz zu Nassau-Siegen der Stadt anlässlich seiner Erhebung zum Fürsten im Jahr 1652 geschenkt. Es ist handgeschmiedet und vergoldet, schmückt seitdem die Spitze der Nikolai-Kirche und wurde inzwischen mehrfach repariert und restauriert.

In einem 1941 errichteten Luftschutzbunkers am Siegberg befindet sich das Aktive Museum Südwestfalen. Es möchte als Ort von Dokumentation und Lernen für regionale Zeitgeschichte verstanden werden. An dieser Stelle stand bis zum Brand durch Brandstiftung am 10. November 1938 die Synagoge der Stadt Siegen. Aufgrund dieser Symbolik ist das Museum gleichzeitig eine Gedenkstätte an die Opfer des Nationalsozialismus in der Region Siegerland-Wittgenstein. Eine Dauerausstellung von 200 m2 zeigt die Geschichte der jüdischen Minderheit in der Region. Anhand lokal belegter Beispiele werden außerdem andere verbrecherische Verfolgungen thematisiert. Außerdem wird im Rahmen der Ausstellung der Siegener Abgeordnete im Preußischen Landtag, das KPD-Mitglied Walter Krämer, vorgestellt. Er erhielt im Jahr 2000 posthum den Ehrentitel “Gerechter unter den Völkern“, die größte Auszeichnung des Staates Israel. Außerdem finden regelmäßig zusätzliche Ausstellungen mit anderen Themen als dem Kernthema “Nationalsozialismus“ statt.