Siegen ist die Kreisstadt des Kreises Siegen-Wittgenstein und Sitz der Kreisverwaltung.
Die Stadt ist relativ groß und verfügte nach der kommunalen Neugliederung im Jahr 1975, als die Städte Hüttental und Eiserfeld eingemeindet wurden, bereits über mehr als 110.000 Einwohner und hält diese Zahl bis heute mit Unterschieden von plus/minus 5.000 Einwohner. Ebenfalls im Jahr Zuge kommunaler Neuordnung verlor Siegen 1979 seine Eigenschaft als kreisfreie Stadt und wurde in den Kreis Siegen, heute Siegen-Wittgenstein, integriert. Mit Änderung der Kommunalgesetzgebung 1999 wurden Bürgermeister und Stadtdirektor als „Doppelspitze“ der Stadt weg, seitdem werden die Amtsgeschäfte von einem hauptamtlichen Bürgermeister geführt.
Siegen verfügt über ein Amtsgericht, ein Landgericht und ein Arbeitsgericht und stellt damit für die gesamte Region einen wichtigen Standort für die Justiz. Außerdem sind ein Kreiswehrersatzamt sowie eine Industrie- und Handelskammer für die Bezirke Siegen-Wittgenstein und Olpe in Siegen ansässig.
Damit stellt Siegen ein Dienstleistungs- und Verwaltungszentrum für die Region Südwestfalen dar, ein wichtiges Standbein für die Infrastruktur. Das produzierende Gewerbe in und um Siegen ist überwiegend von Unternehmen der Metallbranche geprägt.
Siegen hat insgesamt eine gute Verkehrsanbindung sowohl für den Straßenverkehr als auch an Bahn- und Busverkehr. Im Ortsteil Burbach liegt der Siegerlandflughafen, der als Verkehrsflughafen qualifiziert ist und zwischen 35.000 und 45.000 Flugbewegungen per Jahr aufweisen kann.
Seit 1972 ist Siegen Universitätsstadt.